Am 29. Februar geboren
Wer am 29. Februar geboren ist, hat eine Herausforderung, die sonst niemand hat: der eigene Geburtstag existiert nur alle vier Jahre! Also nur dann, wenn ein Schaltjahr ist.
Wie selten ist der Tag wirklich?
Auf den ersten Blick ist der 29. Februar der -gefühlt- seltenste Geburtstag überhaupt. Das ist aber interessanterweise nicht der Fall.
Schauen wir uns einmal die Geburtenrate an, also die Anzahl der Kinder, die durchschnittlich an einem 29. Februar geboren werden. Diese Rate liegt bei rund 1.737 Geburten und damit etwa 15 % unter dem Durchschnitt aller Geburtstage. Ungefähr auf dem Niveau eines Feiertags, aber weit entfernt von den Weihnachtstagen, die bei im Mittel gerade mal 1.450 Geburten liegen. Zum Vergleich auch der Tag vor und nach dem 29. Februar: am 28. Februar kommen statistisch 1.951 Kinder zur Welt und am 1. März sind es 1.965.
Der Rückgang hat denselben Grund wie bei den Feiertagen. Sofern sich der Geburtstermin steuern lässt, wird oft versucht, den 29. Februar zu vermeiden. Daher ist die Geburtenrate am 29. Februar entsprechend niedrig.
Wann wird gefeiert?
Rechtlich ist die Frage klar, wenn auch unbekannt: Nach § 188 Abs. 3 BGB endet eine Frist, die in einem Monat ohne den entsprechenden Tag abläuft, am letzten Tag dieses Monats. Übertragen auf den Geburtstag heißt das: in Nicht-Schaltjahren gilt offiziell der 28. Februar.
Konvention hin oder her: gefeiert wird sowohl am 28. Februar als auch 1. März. Beides ist vertretbar – es ist eine Konvention, keine mathematische Wahrheit. Dieser Rechner folgt der Logik des Fristenrechts und rechnet mit dem 28. Februar; andere Rechner nehmen den 1. März, und deshalb kommen sie an manchen Stellen zu anderen Ergebnissen.
Wie viele echte Geburtstage kommen zusammen?
Ein Schaltjahrkind, das im Jahr 2000 geboren wurde, hatte bis heute erst sechs Geburtstage am tatsächlichen Datum. Der siebte ist dann 2028. Wer wissen will, wie es im eigenen Fall aussieht, gibt hier das Datum ein: der Rechner zählt dann die tatsächlich gefeierten Geburtstage und zeigt für jedes Jahr den Wochentag.
Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), eigene Berechnung · Datenquelle und Lizenz